Positionspapier zur Zukunft der Data- und Digital-Science-Community veröffentlicht

Die Forschung mit großen Datenmengen ist in immer mehr Wissenschaftsdisziplinen relevant. In einem Positionspapier fordern 40 Forschende von 21 deutschen und österreichischen Forschungseinrichtungen mehr politisches und wissenschaftliches Engagement für Data und Digital Science. Das „Positionspapier zur Zukunft der Data- und Digital Science-Community“ wurde von einem multiplen Autor*innenteam verfasst.

Forschung mit großen Datenmengen ist heute in vielen Wissenschaftsdisziplinen üblich – nicht nur in Statistik oder Informatik, sondern auch in Fächern wie Sprach- und Kulturwissenschaften oder Geschichte. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass durch moderne Technologien und Digitalisierung mehr und mehr Daten digital verfügbar sind, zum Beispiel Mobilfunk- und Standortdaten, Open-Government-Daten von Städten oder Daten aus Gesundheitsapps.

Die Forschenden fordern daher eine verlässliche, langfristige Ausstattung für zentrale Einrichtungen wie Data- und Digital-Science-Zentren, um datenintensive und digital gestützte Forschung nachhaltig zu stärken. Aktuell ist häufig noch eine projektbasierte Finanzierung üblich, wie etwa bei den elf Datenkompetenzzentren, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert werden. Data und Digital Science müssen nach Ansicht der Forschenden explizit in Forschungs-, Digital- und Innovationsstrategien von Bund und Ländern berücksichtigt und mit langfristigen Förderlinien unterstützt werden.

Ergänzt werden sollen diese politischen Rahmenbedingungen durch einen stärkeren Fokus auf Digital und Data Science in Forschung und Lehre. Dazu gehört etwa eine gute Ausstattung von Zentren für Digital und Data Science. Dieses ermögliche, so die Forschenden, nicht nur Data- und Digital-Science-Services für Forschende an den jeweiligen Standorten, etwa in Form von Beratungen und Unterstützung zu Datenmanagement und Datenanalyse. Auch die Kollaboration zwischen Zentren an verschiedenen Standorten werde so leichter möglich.

Auch in der Lehre sollte Data und Digital Literacy, also die Fähigkeit, mit großen Datenmengen umzugehen, laut Ansicht der Forschenden breit gefördert werden. Der kompetente Umgang mit Daten sollte fachübergreifend in verschiedenen Studiengängen gelehrt werden; hierfür bräuchten auch die Lehrenden didaktische und fachliche Unterstützung. Technische und nicht-technische Disziplinen müssten hier zusammenarbeiten.

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Kontakt

Dr. Lena Steinmann
Dr. Helen A. Pfuhl

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